Die bipolare Störung ist eine komplexe psychische Erkrankung, die Episoden von Manie oder Hypomanie (gehobene Stimmung oder Aktivität) und Depression umfasst. Es wird angenommen, dass es eine genetische Komponente hat, und Studien haben ergeben, dass es in Familien vorkommt. Wenn eines Ihrer Geschwister an einer bipolaren Störung leidet, wird Ihr Risiko, daran zu erkranken, auf etwa 10–15 % geschätzt, was höher ist als das Risiko der Allgemeinbevölkerung von etwa 1–2 %.
Allerdings bedeutet eine familiäre Vorgeschichte einer bipolaren Störung nicht zwangsläufig, dass Sie auch eine solche entwickeln werden. Zahlreiche weitere Faktoren spielen bei der Entstehung psychischer Erkrankungen eine Rolle, beispielsweise Erfahrungen in der Kindheit, Lebensstress, Drogenmissbrauch und das allgemeine Wohlbefinden.
Es ist wichtig zu bedenken, dass die genetische Veranlagung nur ein Faktor ist, der zur Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Erkrankung beiträgt. Wenn Sie auf Ihre allgemeine geistige und körperliche Gesundheit achten, mit Stress umgehen, regelmäßig Sport treiben, ausreichend schlafen, sich ausgewogen ernähren und positive Beziehungen pflegen, können Sie Ihr Risiko senken.
Wenn Sie über das Risiko einer bipolaren Störung besorgt sind oder Symptome wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, verminderte oder erhöhte Energie oder eine Veränderung des Schlafverhaltens verspüren, ist es ratsam, mit einem Psychologen zu sprechen. Sie können Ihnen bei der Beurteilung Ihrer Situation helfen und Ihnen geeignete Unterstützung und Anleitung bieten.
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