Home alternative Medizin Bites Stings Krebs AGB -Behandlungen Zahngesundheit Diät Ernährung Family Health Healthcare Industrie Mental Health Öffentliche Gesundheit, Sicherheit Operationen Operationen
|  | Gesundheitsratgeber >  | Healthcare Industrie | Pflegeheime

Was ist persönliches Wissen in der Pflegetheorie?

Persönliches Wissen In der Pflegetheorie bezieht sich „Pflegetheorie“ auf das einzigartige, subjektive Verständnis und die Erfahrung, die jede Pflegekraft in die Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient einbringt. Es umfasst die Werte, Überzeugungen, Lebenserfahrungen und den kulturellen Hintergrund der Pflegekraft, die ihre Wahrnehmungen, Interpretationen und Reaktionen in der Pflegepraxis prägen.

Patricia Benner, eine prominente Pflegetheoretikerin, untersuchte das Konzept des persönlichen Wissens in ihrer Arbeit über die „Stufen der klinischen Kompetenz“ und den Weg vom „Neuling zum Experten“. Benner argumentierte, dass Pflegekräfte mit zunehmender Erfahrung und Fachwissen ein tiefes Verständnis für Patientenversorgungssituationen entwickeln, das über die Anwendung technischer Fähigkeiten und Kenntnisse hinausgeht. Dieses persönliche Wissen ermöglicht es Pflegekräften, komplexe Urteile zu fällen, intuitiv auf die Bedürfnisse der Patienten zu reagieren und eine ganzheitliche, personalisierte Pflege anzubieten.

Hier sind die wichtigsten Merkmale des persönlichen Wissens in der Pflegetheorie:

1. Subjektivität :Persönliches Wissen basiert auf der einzigartigen Perspektive und den Erfahrungen der Pflegekraft. Es ist nicht objektiv oder verallgemeinerbar, sondern wird vielmehr von der Interpretation der Ereignisse und Situationen durch die einzelne Pflegekraft beeinflusst.

2. Erzählform :Persönliches Wissen wird oft durch Erzählungen oder Geschichten ausgedrückt, die Pflegekräfte über ihre Erfahrungen erzählen. Diese Geschichten bieten Einblicke in die Komplexität der Pflegepraxis und die Denkprozesse der Pflegekraft.

3. Kontextabhängig :Persönliches Wissen wird stark vom spezifischen Pflegekontext beeinflusst. Dabei werden der Zustand des Patienten, das Gesundheitsumfeld sowie die sozialen und kulturellen Faktoren berücksichtigt, die sich auf die Pflege auswirken.

4. Dynamisch :Persönliches Wissen ist nicht statisch, sondern entwickelt sich weiter, wenn Pflegekräfte mehr Erfahrung sammeln und aus ihren Interaktionen mit Patienten, Kollegen und dem Gesundheitsumfeld lernen.

5. Stillschweigendes Verständnis :Ein Großteil des persönlichen Wissens ist stillschweigend oder implizit, was bedeutet, dass es schwierig sein kann, es zu artikulieren oder zu kodifizieren. Dabei geht es oft um intuitive Einsichten und „Bauchgefühle“, die Pflegekräfte im Laufe der Zeit entwickeln.

6. Integration mit evidenzbasierter Praxis :Obwohl persönliches Wissen subjektiv ist, steht es nicht im Widerspruch zur evidenzbasierten Praxis. Erfahrene Pflegekräfte können ihr persönliches Wissen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen kombinieren, um eine umfassende, patientenorientierte Pflege zu gewährleisten.

In der Pflegepraxis kann die Anerkennung der Rolle des persönlichen Wissens das Selbstbewusstsein, die reflektierende Praxis und die klinische Entscheidungsfindung der Pflegekräfte verbessern. Es unterstreicht auch, wie wichtig es ist, Erzählkompetenz und Geschichtenerzählen zu entwickeln, um Pflegeerfahrungen auszutauschen und daraus zu lernen. Letztendlich trägt persönliches Wissen zu dem ganzheitlichen und humanistischen Ansatz bei, der professionelle Pflege auszeichnet.

logo

www.alskrankheit.net © Gesundheitsratgeber