Bei der IMRT werden mehrere Strahlungsstrahlen so geformt und moduliert, dass sie sich an das Zielvolumen anpassen und gleichzeitig die Dosis für gesundes Gewebe minimieren. Die geplante Dosisverteilung wird sorgfältig entworfen, um die gewünschte Dosisverschreibung zu erreichen. Um die Genauigkeit der abgegebenen Dosis zu überprüfen, wird häufig die Filmdosimetrie eingesetzt.
Bei der Filmdosimetrie werden radiochrome Filme verwendet, die ihre Farbe ändern, wenn sie Strahlung ausgesetzt werden. Anschließend werden die belichteten Filme gescannt und mit spezieller Software analysiert, um die gemessene Dosisverteilung zu erhalten. Der Vergleich zwischen der gemessenen Dosisverteilung und der geplanten Dosisverteilung erfolgt mittels Gammaanalyse.
Bei der Gammaanalyse wird der Gammaindex (γ) für jeden Punkt in der gemessenen Dosisverteilung berechnet. Der Gamma-Index ist ein Maß für die kombinierte Abweichung eines gemessenen Dosispunkts vom entsprechenden geplanten Dosispunkt in Bezug auf Dosisdifferenz (ΔD) und Abstand zur Übereinstimmung (DTA).
Die Gamma-Bewertungskriterien definieren die akzeptablen Grenzen sowohl für ΔD als auch für DTA. Typischerweise wird ein Gammawert von 1 oder weniger als akzeptabel angesehen, was darauf hinweist, dass die gemessene Dosis innerhalb der angegebenen Toleranz der geplanten Dosis liegt. Höhere Gammawerte weisen auf größere Abweichungen zwischen der gemessenen und der geplanten Dosisverteilung hin.
Durch die Auswertung des Filmgammas in der IMRT-Dosimetrie können Physiker die Genauigkeit der Dosisabgabe beurteilen und mögliche Fehler im Behandlungsplan oder Abgabeprozess identifizieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Patienten die vorgesehene Dosisverteilung erhalten, wodurch das Risiko einer Unter- oder Überdosierung kritischer Strukturen minimiert wird.
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