1. Husten fördern:
Lassen Sie das Kind weiter husten. Husten ist ein natürlicher Reflex, der dabei hilft, den Fremdkörper auszustoßen.
2. Ruhe bewahren:
Bleiben Sie gelassen und beruhigen Sie das Kind. Panik kann die Situation verschlimmern.
3. Führen Sie keinen Blind-Finger-Sweep durch:
Vermeiden Sie es, mit dem Finger blind in den Mund des Kindes zu streichen, da dies den Gegenstand weiter nach unten drücken oder zum Würgen führen kann.
4. Rückenschläge:
Wenn der Husten keine Wirkung zeigt und der Gegenstand feststeckt, führen Sie Rückschläge durch:
- Legen Sie das Kind mit dem Gesicht nach unten auf Ihren Unterarm, sodass der Kopf tiefer als die Brust liegt.
- Führen Sie mit dem Handballen 5 kräftige Rückenschläge zwischen den Schulterblättern aus.
5. Bruststöße (Heimlich-Manöver):
Wenn die Rückenschläge keinen Erfolg haben, drehen Sie das Kind mit dem Gesicht nach oben und führen Sie Bruststöße aus:
- Stellen Sie das Kind auf eine ebene Fläche.
- Knien Sie sich neben den Kopf des Kindes und legen Sie den Handballen auf die Mitte seiner Brust, direkt unter den Brustwarzen.
- Legen Sie Ihre andere Hand über Ihre erste Hand und verschränken Sie Ihre Finger.
- Stoßen Sie schnell nach innen und oben, drücken Sie dabei die Brust etwa 3,8 bis 5 cm tief zusammen und lassen Sie dann den Druck nach.
- Wiederholen Sie die Bruststöße, bis sich der Gegenstand löst oder das Kind heftig zu husten beginnt.
6. Notdienst anrufen:
Wenn das Kind nach mehreren Schlägen auf den Rücken und auf die Brust immer noch erstickt, rufen Sie sofort den Notdienst.
Denken Sie daran, dass es wichtig ist, professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die Erstickungsgefahr anhält oder das Kind das Bewusstsein verliert.
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